Du glaubst, du kennst deinen Hund in- und auswendig? Diese 15 Fun Facts über Hunde zeigen, wie viel Überraschendes in unseren Vierbeinern steckt: von der Nase, die Wärme spürt, bis zum Schwanzwedeln mit Seitenwechsel. Jeder Fakt ist belegt, die Quellen findest du am Ende des Artikels.
Wir von call me puppy haben nur aufgenommen, was Fachzeitschriften, Universitäten oder der American Kennel Club (AKC) bestätigen. Beliebte Mythen wie „ein Hundejahr sind sieben Menschenjahre“ haben es deshalb nicht in die Liste geschafft.
1. Jede Hundenase ist ein Unikat
Das Muster aus feinen Rillen und Erhebungen auf der Nase ist bei jedem Hund anders, ganz ähnlich wie unser Fingerabdruck. Darauf weist auch der AKC hin. Beim nächsten Nasenstupser an der Fensterscheibe hinterlässt dein Hund also eine echte Unterschrift.
2. Bis zu 300 Millionen Riechzellen
Eine Hundenase hat bis zu 300 Millionen Geruchsrezeptoren, wir Menschen kommen auf etwa 6 Millionen. Der Teil des Gehirns, der Gerüche auswertet, ist beim Hund im Verhältnis rund 40-mal größer als bei uns. Kein Wunder, dass der Spaziergang für ihn vor allem eins ist: Zeitunglesen.
3. Die Nase spürt sogar Wärme
Forschende der Universität Lund und der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest haben Hunde darauf trainiert, aus etwa 1,6 Metern Entfernung ein warmes Objekt von einem gleichen Objekt mit Raumtemperatur zu unterscheiden. Das klappte. Im Hirnscanner reagierte bei wachen Hunden zudem ein bestimmtes Hirnareal auf die Wärmequelle. Die kühle Nasenspitze funktioniert also auch wie ein kleiner Wärmesensor.
4. Hunde schwitzen über die Pfoten
Schweißdrüsen haben Hunde vor allem in den Pfotenballen. Viel Kühlung bringt das allerdings nicht: Die Hauptarbeit leisten das Hecheln und erweiterte Blutgefäße, zum Beispiel in den Ohren. Feuchte Pfotenabdrücke auf dem Boden an heißen Tagen sind also kein Zufall.
5. Hunde sehen Farben, nur anders als wir
Hunde haben zwei statt drei Arten von Farbzapfen im Auge. Blau- und Gelbtöne können sie gut unterscheiden, Rot und Grün dagegen kaum. Das zeigte schon 1989 eine Studie in der Fachzeitschrift Visual Neuroscience. Ob deinem Hund Babyblau oder Buttergelb besser gefällt, verrät er uns trotzdem nicht.
6. Hunde hören, was wir nicht hören
Laut der Louisiana State University hören Hunde Töne bis etwa 45.000 Hertz, Menschen nur bis rund 23.000 Hertz. Deshalb reagiert dein Hund manchmal auf Geräusche, die für dich gar nicht da sind.
7. Welpen haben 28 Zähne, erwachsene Hunde 42
Das Milchgebiss eines Welpen hat 28 spitze Zähnchen. Mit etwa drei bis vier Monaten beginnen sie auszufallen, und mit rund sechs Monaten ist das bleibende Gebiss mit 42 Zähnen meist komplett. Das sind etwa zehn Zähne mehr als bei uns Menschen.
8. Der Basenji bellt nicht, er jodelt
Der Basenji aus Zentralafrika gilt als „bellloser“ Hund. Statt zu bellen, gibt er laut AKC eher jodelartige Laute von sich. Ganz still ist er also nicht, nur eben anders.
9. Ein langer Blick stärkt die Bindung
Japanische Forschende zeigten 2015 in der Fachzeitschrift Science: Schauen sich Hund und Mensch lange in die Augen, steigt bei beiden der Spiegel des Hormons Oxytocin, das mit Bindung und Vertrauen in Verbindung gebracht wird. Der verliebte Blick vom Sofa hat also eine messbare Seite.
10. Hunde achten auf das Was und das Wie
In einer Studie mit Hirnscans in Budapest verarbeiteten Hunde die Bedeutung von Wörtern vor allem mit der linken Hirnhälfte, den Tonfall eher mit der rechten. Das Belohnungszentrum reagierte nur dann deutlich, wenn ein Lobwort auch im lobenden Ton gesagt wurde. Ein gelangweiltes „Fein gemacht“ kommt also nur halb an.
11. Chaser kannte über 1.000 Wörter
Die Border-Collie-Hündin Chaser lernte in rund drei Jahren Training die Namen von 1.022 Spielzeugen und konnte sie auf Zuruf gezielt holen. Beschrieben haben das zwei Forschende 2011 in der Fachzeitschrift Behavioural Processes. Chaser ist eine Ausnahme, zeigt aber, wie viel Hunde lernen können.
12. Gähnen steckt auch Hunde an
In einer Studie von 2008 gähnten 21 von 29 Hunden, nachdem ein Mensch vor ihnen gegähnt hatte. Bei bloßen Mundbewegungen gähnte keiner. Ob das echte Ansteckung ist wie bei uns, diskutiert die Forschung bis heute. Probier es ruhig mal aus.
13. Schwanzwedeln hat eine Richtung
Forschende der Universität Bari beobachteten 2007: Sahen Hunde ihren Menschen, wedelten sie stärker nach rechts. Sahen sie einen fremden, dominanten Hund, eher nach links. Das Wedeln verrät also mehr, als man auf den ersten Blick denkt.
14. Beim Geschäft zeigt der Hund nach Norden, manchmal
Klingt kurios, ist aber veröffentlicht: Ein Forschungsteam beobachtete zwei Jahre lang 70 Hunde aus 37 Rassen bei 1.893 großen und 5.582 kleinen Geschäften. Bei ruhigem Erdmagnetfeld richteten sich die Hunde bevorzugt in Nord-Süd-Richtung aus. War das Magnetfeld unruhig, verschwand dieses Muster.
15. Der Hund ist unser ältester Begleiter
Hunde gelten als das erste Tier, das der Mensch domestiziert hat. Eine Analyse von 27 Genomen prähistorischer Hunde zeigte 2020: Schon vor rund 11.000 Jahren gab es mindestens fünf verschiedene Hundelinien. Die Freundschaft zwischen Mensch und Hund reicht also bis in die Altsteinzeit zurück.
Und was heißt das für deinen Alltag?
Hunde erleben die Welt zuerst mit der Nase, lesen unseren Tonfall und suchen unseren Blick. Genau deshalb lohnt es sich, sie so gut zu kennen.
Wir bei call me puppy finden: So ein besonderes Tier verdient ein Halsband, das den Matsch nach dem ausgiebigen Schnüffelspaziergang locker wegsteckt. Unsere wasserfesten Hundehalsbänder und Leinen wischst du einfach ab, und mit unseren Silikon-Buchstaben steht sein Name direkt drauf.
Quellen
- American Kennel Club: 30 Fun and Fascinating Dog Facts
- PBS NOVA: Dogs' Dazzling Sense of Smell
- Bálint, A. et al. (2020): Dogs can sense weak thermal radiation. Scientific Reports
- American Kennel Club: Do Dogs Sweat?
- Neitz, J., Geist, T. & Jacobs, G. H. (1989): Color vision in the dog. Visual Neuroscience
- Louisiana State University, School of Veterinary Medicine: How Well Do Dogs and Other Animals Hear?
- American Kennel Club: How Many Teeth Do Dogs Have?
- American Kennel Club: Basenji
- Nagasawa, M. et al. (2015): Oxytocin-gaze positive loop and the coevolution of human-dog bonds. Science
- Andics, A. et al. (2016): Neural mechanisms for lexical processing in dogs. Science
- Pilley, J. W. & Reid, A. K. (2011): Border collie comprehends object names as verbal referents. Behavioural Processes
- Joly-Mascheroni, R. M., Senju, A. & Shepherd, A. J. (2008): Dogs catch human yawns. Biology Letters
- Quaranta, A., Siniscalchi, M. & Vallortigara, G. (2007): Asymmetric tail-wagging responses by dogs to different emotive stimuli. Current Biology
- Hart, V. et al. (2013): Dogs are sensitive to small variations of the Earth's magnetic field. Frontiers in Zoology
- Bergström, A. et al. (2020): Origins and genetic legacy of prehistoric dogs. Science


